Future Earth ist ein auf 10 Jahre angelegtes Forschungsprogramm, das Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachbereichen systematisch zusammen bringt und als Plattform für deren globales Fachwissen und interdisziplinäre Kollaboration dient. Future Earth baut auf den Erkenntnissen internationaler Global Change Forschungsprogramme (DIVERSITAS, IHDP, IGBP, WCRP) und dessen Verbundprogramm (ESSP) auf und entwickelt dieses weiter. Future Earth steht für internationale, integrierte, kollaborative und lösungsorientierte Nachhaltigkeitsforschung und wird die Art und Weise wie diese produziert wird wesentlich verändern.

Im Hinblick auf den Wandel und die Transformation zu globaler Nachhaltigkeit steht unter anderem die Beantwortung folgender Fragen im Fokus von Future Earth: Wie können Trinkwasser, Luft und Nahrung für die Weltbevölkerung jetzt und in Zukunft erhalten werden? Welchen Risiken bezüglich demographischem Wandel und globalem Wachstum steht die Menschheit gegenüber? Wie können sich Gesellschaften an die sozialen und ökologischen Konsequenzen einer sich erwärmenden Erde anpassen?

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, bedarf es zunehmender Kollaboration zwischen Disziplinen und Wissensbereichen. So können disziplinäre Stärken integriert, und Forschungsthemen und –Prozesse entwickelt werden, die sich besser eignen um vernetzte und facettenreiche Probleme anzugehen. Das Ausmaß des globalen Wandels und die daraus entstehenden Risiken verlangen außerdem die Überbrückung der Lücke zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Die effektive Kooperation von Forschungsförderern und –Anwendern (eingenommen der private Sektor und politische Entscheidungsträger) ist dabei essentiell um Prioritäten für die Forschung zu identifizieren und Erkenntnisse für Lösungen zu erlangen.

Während der kommenden zehn Jahre wird Future Earth integrierte und kollaborative Spitzenforschung bündeln, zu Themenkomplexen wie:

  • Die Beobachtung und Vorhersage von Veränderungen im Erdsystem aufbauend auf bisherige qualitativ hochwertige Forschungspartnerschaften und Aktivitäten. Darunter fallen das Klima, Kohlenstoff, Biodiversität, Ökosystemdienstleistungen und menschliche Aktivitäten.
  • Das Füllen von Wissenslücken und die Bereitstellung von Frühwarnungen bezüglich der Limits und Tipping-Points der life-carrying-Kapazität der Erde und den Effekt des globalen Umweltwandels auf die Fähigkeit, menschliche Bedürfnisse wie Wasser, Essen, Gesundheit und Energie zu befriedigen.
  • Die effektive Verbindung von wissenschaftlicher Forschung, politischen Programmen und der Praxis, beispielsweise durch die Erforschung potenzieller Auswirkungen von politischen, verhaltensbezogener und technischer Optionen.
  • Die Bereitstellung bedeutender Beiträge für bereits existierende wissenschaftliche Erhebungen zu globalem Wandel wie beispielsweise dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) etc.
  • Unterstützung bei der Erhebung von Fortschritten, die im Verfolgen des Ziels nachhaltiger Entwicklung gemacht werden.
  • Die Förderung innovativer Herangehensweisen um Wissensmanagementsysteme zu integrieren (Daten, Beobachtungen, Modellierungen etc.)
  • Unterstützung bei der Entwicklung neuer Forschungsgenerationen und die Stärkung deren Enthusiasmus und Fähigkeiten interdisziplinär zu arbeiten um eine holistische Herangehensweise an das Thema Nachhaltigkeit zu fördern.

Future Earth wird zukünftig als globales Netzwerk und Wissensknotenpunkt agieren mit dem Ziel, zum einen responsiv auf die Bedürfnisse und Prioritäten von Entscheidungsträgern auf regionaler und nationaler Ebene reagieren zu können, und zum anderen die breitere Beteiligung von Anwendern der Forschungsergebnisse im Wissensgenerierungsprozess anzuregen. So können Forschungsagenden und Forschungsaktivitäten international koordiniert und die Erkenntnisse und Kapazitäten von Nachhaltigkeitsforschung global verbreitet werden. Als globale Plattform bietet Future Earth:

  • Lösungsorientierte Forschung zu Nachhaltigkeit, wobei die Herausforderungen von Umweltwandel und Entwicklung verknüpft werden, um menschliche Bedürfnisse wie Essen, Wasser, Energie und Gesundheit zu befriedigen;
  • Effektive, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur-, Sozial- und Geistes- sowie Wirtschaftswissenschaften und technischen Entwicklungen, um die besten wissenschaftlichen Lösungen für vielschichtige Probleme zu finden;
  • Frühzeitige Informationen für politische Entscheidungsträger, indem Wissen generiert wird, das sowohl bereits existierende als auch neue globale und regionale integrierte Assessments fördern wird;
  • Beteiligung politischer Entscheidungsträger, Förderern, Akademikern, Unternehmen, der Industrie und anderen Sektoren der Zivilgesellschaft am Co-Design und Co-Produktion von Forschungsagenden und Wissen;
  • Verbessertes „Capacity building“ in Wissenschaft, Technologie und Innovation, besonders in Entwicklungsländern und unter Beteiligung einer neuen Generation von WissenschaftlerInnen

Mehr Information unter:

Website Future Earth

Blog Future Earth

Nationale Strukturen in Future Earth

fb @futureearth.info

twitter @FutureEarth

 

Kontakt:

Global Hub Paris, Thorsten Kiefer

Global Hub Schweden, Wendy Broadgate

Global Hub Tokyo, Fumiko Kasuga

Global Hub Montreal, Anne Hélène Prieur-Richard

Global Hub Colorado, Josh Tewksbury

E-Mail: contact@futureearth.org

 

Downloads:

Future Earth Strategic Research Agenda 2014 (pdf, Dezember 2014)

Future Earth 2025 Vision (pdf, November 2014)

Future Earth Design Report (pdf, 2013)

Concept Paper: Earth System Research for Global Sustainability (pdf, 2011)

The Grand Challenges of Earth Systems Science for Global Sustainability (pdf, 2010)

Belmont Challenges Paper of Regional Environmental Change (pdf, 2010)