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Im Zuge der regelmäßig durch IGFA vollzogenen Begutachtungen der globalen Umweltprogramme zeigte sich der große Erkenntnisgewinn durch die internationale Forschung aber auch das vorhandene Defizit bei der Umsetzung und Implementierung der Forschungsergebnisse. Mit dem Ziel die Prioritäten der globalen Umweltforschung zu identifizieren wie auch die dafür notwendigen Strukturen zu überdenken, organisierten NSF (USA) und NERC (UK) im Jahr 2009 eine Konferenz, und legten damit den Grundstein für das Belmont Forum.

Mit dem Ziel (1) das Engagement zwischen Forschungsförderern und der akademischen Forschungsgemeinschaft (repräsentiert durch ICSU) zu stärken und (2) Forschungsstrategien der und Prioritäten der globalen Umweltforschung bereits in der Frühphase, um Co-Design, Co-Alignment und Co-Funding wesentlicher Forschungsprogramme zu verbessern und zu koordinieren, einigten sich die Konferenzteilnehmer auf die Gründung des Belmont Forums. Als „Council of Principals for IGFA“  erhielt das Belmont Forum im Oktober 2009 eine entscheidende und wichtige Rolle in der internationalen Forschungslandschaft. Mitglieder seitens Deutschlands sind DFG und BMBF.

Das Belmont Forum organisierte 2009 einen Prozess zur Identifizierung von Forschungsprioritäten aus Sicht der Forschungsförderer. Die daraus resultierende „Belmont Challenge“ wird beschrieben als

To deliver knowledge needed for action to avoid and adapt to detrimental environmental change including extreme hazardous events.

Die „Belmont Challenge“ richtet sich an die Wissenschaft, mit der Forderung Basiswissen zu liefern, das für die Vermeidung von und Anpassung an negative Umweltveränderungen (einschließlich der Extremereignisse) notwendig ist. Dafür ist Wissen notwendig, dass die Bereiche Küstenvulnerabilität, Sicherung des Trinkwassers, ökosystemare Dienstleistungen, Kohlenstoffbudgetierung und hoch gefährdete Gesellschaften einschließt, mit folgender Priorität: 

  1. Einschätzung der Risiken, Einflüsse und Vulnerabilität durch regionale und dekadische Analysen und Projektionen.
  2. Sammeln von Informationen über den aktuellen Status der Umwelt durch fortgeschrittene Beobachtungssysteme.
  3. Zusammenarbeit zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaften.
  4. Verbesserung der Serviceleistungen für Nutzer von Umweltdaten.
  5. Effektive internationale Koordinationsmechanismen.

 

Das Belmont Forum fördert seit 2012 mittels dem „International Opportunities Fund“ (IOF), an welchem sich unterschiedlichste Forschungsförderer beteiligen können, Forschungsthemen von hohem internationalem Interesse. In „Collaborative Research Actions (CRA)“ wurden/werden Ausschreibungen zu folgenden Themen veröffentlicht:

 

Kontakt

French National Research Agency (ANR)
50 Avenue Daumesnil
75012 Paris, France

Webseite Belmont Forum

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